Der sportliche Aufstieg

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Das Jahr 1959 ist aber noch in Hinsicht von Bedeutung. Blau-Weiß Bornreihe engagierte mit Fritz Kahnwald seinen ersten Trainer, der fünf Jahr lang in Bornreihe arbeitete und wirkte. Mit ihm wurde für die Blau-Weißen die „fußballerische Neuzeit“ eingeläutet.

 

 

 

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Das Jahr 1961 brachte für den aufstrebenden Klub einennersetzlichen Verlust. Mit Schorse Kück starb einer der aktivsten Mitarbeiter, der als langjähriges Vorstandsmitglied und Ehrenvorsitzender stets neue Akzente setzte und sich in allen Belangen um seinen Verein verdient machte. Seine Nachfolge übernahm „Hein Doktor“ Müller, der den sportlichen Aufstieg von der Bezirksklasse bis zur Amateurliga Staffel 6 erlebte. Heinz Müller führte in ähnlicher Weise wie sein Vorgänger die Vereinsgeschäfte weiter. Das Gespann Müller/Kahnwald war genau die richtige Mischung. Der sportliche Erfolg blieb nicht aus.

 

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Mit dem Ausscheiden des verdienten Trainers Fritz Kahnwald im Jahre 1964 begann für die Blau-Weißen eine Übergangszeit, die zunächst durch Ludwig Hashagen und später durch Helmut Müller überbrückt wurde. Die 1. Mannschaft überstand diesen Wechsel, ohne Schaden zu nehmen. Im Gegenteil, nach der Aufteilung der Amateurliga im Jahre 1964 gehörten die Blau-Weißen als Tabellenfünfter der neugegründeten Verbandsliga Nord an. Damals ahnte noch niemand, dass der kleine Verein aus dem Moor dieser Leistungsklasse für die gesamte Dauer ihres Bestehens angehören sollte – ohne jede Unterbrechung, 15 Jahre lang.

 


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Als in der Saison 1966/67 sportlich nicht alles nach Wunsch lief und die Bornreiher Kicker vorübergehend die rote Laterne übernehmen mussten, fand mit Klaus Pophal ein neuer Trainer seinen Weg nach Bornreihe. Karl Denecke hatte erfolgreich vermittelt. Für den Verein folgten „goldene zehn Jahre“, die sowohl sportlich als auch finanziell den Anhängern und Fans in bester Erinnerung geblieben sind. In dieser Zeit fiel auch die fast legendäre Vizemeisterschaft der Verbandsliga Nord hinter den Amateuren des VfB Oldenburg in der Spielserie 1970/71.
In diesem Erfolgsjahr führten Adolf Stelljes und Uwe Bokelmann Regie im Moordorf. Seit der Jahreshauptversammlung 1971 lag die Verantwortung der Vereinsführung in den Händen von Werner Stark.

 

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Der Spielbetrieb in Bornreihe wurde umfangreicher, die Mitgliederzahl stieg an. Das Sportgelände, seit Gründung des Vereins ein kaum zu lösendes Problem, reichte nicht mehr aus. Geeignete Maßnahmen mussten ergriffen werden. Und es tat sich einiges. Zunächst wurde die Kampfbahn bei Postels renoviert. Dann erwarb der rührige Vereinswirt Heinz Postels in der Nähe des Mühlenberges ein Areal, auf dem durch die Initiative von Jan Christgau ein zweiter Sportplatz für die fußballhungrigen Bornreiher entstand. Sportlich wechselten fette und magere Jahre. Mehrfach waren am Saisonende Ausscheidungsspiele nötig, die über die weitere Zukunft des Vereins entschieden. Die Klassenzugehörigkeit wurde jedoch jedes Mal gesichert. Blau-Weiß Bornreihe und der TSV Ottersberg blieben als einzige Vertreter des Stader Regierungsbezirks der Verbandsliga Nord treu. Als 1975 Trainer Pophal nach neunjähriger Tätigkeit seine Zelte in Bornreihe abbrach, folgte Arno Reiche. Der neue Trainer hielt die Spielklasse, und einige Bremer Spieler, die Reiche nach Bornreihe gefolgt waren und dort ihr Gastspiel gaben, halfen ihm dabei. Drei Jahre blieb Reiche in Bornreihe, dann war im Moordorf wieder alles beim alten. Klaus Pophal kehrte zu den Blau-Weißen zurück. Als Reiche ging, kehrten auch die Bremer „Emigranten“ dem Verein den Rücken. In der neuen Saison stütze man sich wieder stärker auf die „Einheimischen“ und den Nachwuchs. Und es klappte. Fast auf Anhieb hatten die Bornreiher wieder eine starke, kampfkräftige Truppe, die dem Verein einen weiteren sportlichen Höhepunkt servierte: den Aufstieg in die neugeschaffene Landesliga Ost. Der hartumkämpfte achte Tabellenplatz reichte aus. Für Hans „Hexe“ Wendelken, den wohl bekanntesten BSV-Spieler und Inbegriff des Bornreiher Fußballs überhaupt, der letzte große Erfolg im Kreise der 1. Mannschaft. Wieder einmal hatten die Blau-Weißen ihre Anhänger überzeugt und ihre Kritiker überrascht. Nur wenige hatten den „Moorteufeln“ eine derartige Leistung zugetraut.